Bibliotheken – Zucker für das Gehirn und die Seele
Mit öffentlichen Bibliotheken ist Deutschland wahrlich reich gesegnet. Nicht nur, dass wahrscheinlich in jeder noch so kleinen Gemeinde eine öffentliche Bibliothek vorhanden ist, es gibt viele verschiedene Arten. Um den Bestand einer Bibliothek zu erhalten, bedarf es meist größerer Geldmittel. In öffentlichen Bibliotheken von Städten und Gemeinden ist dies heutzutage nicht mehr so einfach, wenn nicht absolut unmöglich.
Gewaltige Budgetkürzungen machen es den öffentlichen Bibliotheken immer schwerer, auf dem neuesten Stand zu bleiben. In einer Stadtbibliothek, die im Volksmund Stadtbücherei genannt wird, findet der Leser neben der Fachliteratur auch Sachbücher verschiedener Themen. Einen großen Stellenwert nimmt die Unterhaltungssparte ein. Eine vielfältige Auswahl an Romanen, Kinder- und Jugendbüchern hat eine Stadtbibliothek vorzuweisen. Ebenso werden Filme in DVD Format oder Videokassetten zur Unterhaltung angeboten. Hörkassetten und Hörbücher nehmen einen geringen Anteil am Büchereiangebot ein. Als eines der wichtigsten Aufgaben einer Bücherei sieht es die Stadtbibliothek an, Kinder und Jugendliche mehr zum Lesen zu animieren. In der technisierten und schnelllebigen Zeit geht oft der Sinn für Bücher verloren. Aus diesem Grund organisieren die Schulen regelmäßige Besuche in einer Bibliothek. Von den Schülern werden Bücher ausgesucht, über die später ein Referat geschrieben wird. Auf diese Weise muss selbst der ausgeprägteste Lesemuffel sich mit einem Buch beschäftigen.
Bibliotheken: Eine große Bandbreite an Literatur
Als wichtiger Mittelpunkt wird in einer Bibliothek der Lesesaal angesehen. Hier kann sich der Leser zurückziehen, um sich aus einem Buch nützliche Information zu notieren oder einige wichtige Passagen nachzulesen. Einen sehr wichtigen und hohen Stellenwert haben die Lesesäle der Universitätsbibliotheken. In erster Linie findet der Student in dieser Bücherei Fachliteratur, die den neuesten und aktuellsten Wissensstand widerspiegelt. Professoren und Studenten zugleich können sich in ihrem Fachgebiet wertvolles Wissen, was die Gegenwart, aber auch die Vergangenheit betrifft, aneignen. Ein Lesesaal in einer Universitätsbibliothek ist ein Ort der Ruhe. Denn hier werden die Bücher oftmals nicht ausgeliehen, sondern die Arbeiten werden vor Ort erledigt.
Einen besonderen Service bieten die sogenannten Fahrbibliotheken. Es werden große Busse, teilweise sogar Lastkraftwagen mit Büchern bestückt und es werden somit die ländlichen Gebiete zu bestimmten Zeiten abgefahren. Dies gilt auch in Großstädten für die teilweise sehr weit entfernten Außenbezirke. In einigen Städten kommen die Fahrbibliotheken zu den Grundschulen, um den Kindern das Lesen wieder näher zu bringen. Die Schüler können auch Bücher vorbestellen, die aus dem großen Sortiment der Hauptbücherei stammen. Große und schwierige Entfernungen sind kein Hindernis für eine öffentliche Bibliothek. Schweden setzt die Eisenbahn und Schiffe als Bücherei ein und in Kenia transportieren Kamele die Bücher zu den interessierten Lesern.
Genre
Der Eintönigkeit eines langweiligen Krankenhausaufenthaltes kann der Patient entfliehen, wenn das Krankenhaus eine Patientenbibliothek besitzt. Der Bestand dieser Bücherei umfasst meistens Unterhaltungsliteratur. Schließlich sollen die Bücher nur etwas ablenken und für Entspannung sorgen. Für Patienten, die bettlägerig sind, besteht zumeist der Service, dass einige Bücher von Zimmer zu Zimmer gefahren werden.
Den meisten Zuspruch finden Bücher in einer Gefängnisbibliothek. Fast 100 Prozent nutzen das Angebot einer Bücherei. Fast jede Justizvollzugsanstalt besitzt heutzutage eine Bibliothek. Sie dient der Unterhaltung, aber auch der Weiterbildung der Gefangenen. Solange es Menschen gibt, die lesen, wird es Bibliotheken geben.
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