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	<title>IPA Congress &#187; Literatur</title>
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		<title>Arten von Literatur und literarische Gattungen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 16:57:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Journalist</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der heutige Begriff Literatur wurde erst im Laufe des 19. Jahrhunderts geprägt. Bis zu dieser Zeit stand das Wort für Gelehrsamkeit und die Wissenschaften, zum Teil für die Schriften der griechischen und lateinischen Antike. Seit dem 19. Jahrhundert umfasste Literatur im ursprünglichen Sinne alle mündlich oder schriftlich fixierten sprachlichen Zeugnisse. Erst im weiteren Verlauf richtet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ipa-congress.com/wp-content/uploads/2011/02/Mann-Buch-300x200.jpg" alt="" title="Arten von Literatur und literarische Gattungen , Foto: GaToR-GFX - Fotolia" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-148" /><strong>Der heutige Begriff Literatur wurde erst im Laufe des 19. Jahrhunderts geprägt. Bis zu dieser Zeit stand das Wort für Gelehrsamkeit und die Wissenschaften, zum Teil für die Schriften der griechischen und lateinischen Antike. Seit dem 19. Jahrhundert umfasste Literatur im ursprünglichen Sinne alle mündlich oder schriftlich fixierten sprachlichen Zeugnisse. Erst im weiteren Verlauf richtet sich die Literaturdiskussion auf Werke aus, denen eine Bedeutung zugesprochen werden kann. Dabei steht, gegenüber der Trivialliteratur, die literarische und künstlerische Qualität im Vordergrund.</strong> </p>
<p><span id="more-147"></span></p>
<p>Wesentlich Einfluss auf diese Diskussion hatten Literaturzeitschriften und Literaturgeschichten, die Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts die so genannten schönen Wissenschaften begründeten. Der heute verwendete Literaturbegriff basiert auf dem Wortgebrauch der letzten zweihundert Jahre. Aufgrund der Einbeziehung zahlreicher historischer Debatten ist der Literaturbegriff noch immer uneinheitlich. Auch die moderne Literaturdiskussion beschäftigt sich noch immer mit der Frage, welche Werke es verdienen, als Literatur besprochen zu werden. Bedingt durch die Vielzahl der Arten, Ausrichtungen und Gattungen von Literatur ist eine Vereinheitlichung bis heute nicht möglich. Werken, die in der Zeit, in der sie geschrieben wurden, keine Bedeutung oder Erfolg hatten, kann in der heutigen Literaturbetrachtung zum Beispiel eine verspätete zentrale Bedeutung zugeschrieben werden. </p>
<h2>Literatur: Bewertung</h2>
<p>Heute erfolgreiche Werke, die sich millionenfach in den Buchläden verkaufen, können dagegen aufgrund des formal fehlenden anspruchsvollen Niveaus einer Bewertung als Literatur im traditionellen Sinne nicht standhalten. Studenten der Literatur wird seit dem 19. Jahrhundert vor allem die Textanalyse als Handwerkszeug abverlangt. Die Analyse erfolgt dabei nach verschiedenen Traditionen der Poetik, Rhetorik und der Textinterpretation. Entscheidend ist die tiefere kulturelle Bedeutung, die ein literarischer Text aufweist. Die Literaturtheorie greift einzelne Fragestellungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf, Hauptbezugspunkt ist dabei die jeweils im Focus stehende Literaturgeschichte.</p>
<p>Die einzelnen Schwerpunkte finden auch in der Klassifizierung der Literatur ihren Ausdruck und bilden die Basis für eine Unterteilung. Literatur kann in die Literaturen einzelner Nationen oder Regionen, nach zentralen literarischen Gattungen, nach ihren Adressaten und nach dem Anspruchsniveau, also in anspruchsvolle und Trivialliteratur, unterschieden werden. Als nationale Literaturen gelten zum Beispiel die Germanistik, die Anglistik und die Romanistik. Begrifflich beziehen sich die nationalen Ausrichtungen fast ausschließlich auf anspruchsvolle beziehungsweise hohe Literatur. Entscheidend ist dabei auch die Bedeutung der literarischen Werke in der jeweiligen Gesellschaft. </p>
<h2><Adressaten/h2><br />
Adressaten können zum Beispiel Mädchen, Frauen sowie Kinder oder Jugendliche sein. Als die drei zentralen Literaturgattungen zählen die Epik, das Drama und die Lyrik. Zu jeder dieser drei Gattungen gibt es zahlreiche Unterformen. Zur Epik zählen dabei die Sage, die Erzählung, die Novelle und die Kurzgeschichte, aber auch das Märchen und die Fabel. Der Schwank, die Parabel, die Anekdote, das Epos und die Legende sind ebenfalls Unterformen der Epik. Die wohl bedeutendste Form der Epik ist der Roman. Zur Gattung des Dramas gehören zunächst die Tragödie und die Komödie. Das Schauspiel und die Tragikomödie werden ebenfalls dem Drama zugeordnet. Ballade, Elegie, Haiku und Hymne gehören zum Bereich der Lyrik. Das Lautgedicht, die Ode und das Lied, aber auch das Sonett und das Prosagedicht sind Unterformen der Lyrik. Eine Unterscheidung der einzelnen Unterformen ist für den Laien dabei aber kaum möglich. </p>
<p>Die gesamte Literaturdiskussion ist vordergründig wissenschaftlich geführt, die Arten und Gattungen werden dabei bevorzugt von Fachleuten und Experten besprochen.</p>
<p>Foto: GaToR-GFX &#8211; Fotolia</p>
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		<title>Eine kurze Geschichte der Kurzgeschichte</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 07:55:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Journalist</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den meisten bibliophoben Schülern dürfte wohl nur eine literarische Gattung in angenehmer Erinnerung geblieben sein: die Kurzgeschichte. Sowohl Vorteil als auch kennzeichnendes Merkmal liegen auf der Hand – sie ist kurz. Aber das ist bei weitem nicht das einzige, was es über eine Kurzgeschichte zu sagen gibt. Eine moderne Form der Prosa Die Kurzgeschichte ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ipa-congress.com/wp-content/uploads/2010/08/buecher-300x217.jpg" alt="" title="Foto: Daniel Gilbey - Fotolia.com" width="300" height="217" class="alignnone size-medium wp-image-84" /><strong>Den meisten bibliophoben Schülern dürfte wohl nur eine literarische Gattung in angenehmer Erinnerung geblieben sein: die Kurzgeschichte. Sowohl Vorteil als auch kennzeichnendes Merkmal liegen auf der Hand – sie ist kurz. Aber das ist bei weitem nicht das einzige, was es über eine Kurzgeschichte zu sagen gibt.</strong><span id="more-21"></span></p>
<h2>Eine moderne Form der Prosa</h2>
<p>Die Kurzgeschichte ist eine relativ moderne literarische Form der Prosa. Entstanden ist sie in der amerikanischen Literatur. Der Grund: Amerikanische Autoren hatten im 19. Jahrhundert eher Chancen, ihre Werke in einer Zeitschrift zu veröffentlichen, als gleich ein ganzes Buch an den Markt zu bringen. Deswegen wurde die Kurzgeschichte besonders populär (und mit ihr übrigens der Fortsetzungsroman, der sich aus dem gleichen Grund entwickelte). Nach Deutschland kam die Kurzgeschichte zum ersten Mal um 1900. Allerdings hatte sie zuerst Schwierigkeiten Fuß zu fassen, da sich bereits andere Kurzformen etabliert hatten wie beispielsweise die Novelle oder die Kalendergeschichte. </p>
<p>Erst Autoren des Expressionismus begrüßten die neue Form. Auch nach 1945 erlebte die Kurzgeschichte einen rapiden Aufschwung in Sachen Beliebtheit, als die literarische Welt nämlich einen rapiden Kahlschlag forderte: Nach dem Zweiten Weltkrieg proklamierten die Künstler die „Stunde Null“, einen kompletten Neuanfang. Man wollte sich vor allem von den pathetischen und ideologisch durchseuchten Werken der Nazi-Literatur abgrenzen. Die aus Amerika importierte Kurzgeschichte mit ihrer schlichten, sachlichen Sprache kam den Literaten der Nachkriegszeit da gerade recht. </p>
<h2>Wolfgang Borchert</h2>
<p>Als einer der wichtigsten Vertreter der Nachkriegs-Kurzgeschichte ist wohl Wolfgang Borchert zu nennen. Der Inhalt seiner Kurzgeschichten ist charakteristisch für die Entwicklung der Gattung: Nicht die Politik stand im Vordergrund, sondern Einzelschicksale und menschliche Erfahrungen. Dabei tendiert die Kurzgeschichte aber vor allen Dingen zu einer Darstellung vom Elend und Leid der Nachkriegszeit. </p>
<p>Allerdings boten die Autoren ihrem Publikum die Informationen keineswegs auf dem Silbertablett an: Ein wichtiges Merkmal der Kurzgeschichte ist ihre Herausforderung an den Leser, zwischen den Zeilen zu lesen. Die Aussage des Textes erschließt sich oft nicht auf den ersten Blick. Nur ein kleiner Teil der wichtigen Informationen wird direkt genannt, den anderen, oft wichtigeren Teil muss sich der Leser selber zusammenreimen. Das ist die sogenannte „Iceberg Theory“, aufgestellt von Ernest Hemingway, wohl dem berühmtesten amerikanischen Autor von short stories.</p>
<p>Was aber sind die anderen Merkmale der Kurzgeschichte? Zum einen fällt die Einleitung komplett weg: Der Leser wird abrupt in die Handlung hineingerissen, häufig wird nicht einmal der Protagonist genannt (bei dem es sich oft um einen ganz alltäglichen Menschen oder gar einen Antihelden handelt). Verständlich, denn die Kurgeschichte soll ja auch in einem Leseakt gelesen werden können. </p>
<h2>Verschiedene Techniken</h2>
<p>Dazu kommt das, was die Literaturwissenschaft „Techniken der Verdichtung“ nennt: Langwierige Erläuterungen und Beschreibungen werden durch Metaphern und Symbole ersetzt, Handlungsabläufe werden komplett ausgespart. Interessant ist auch, wie der Autor einer Kurzgeschichte mit der Zeit umspringt – nämlich völlig frei: Das Geschehen wird oft auf wenige Augenblicke reduziert, oder eine kurze Situation steht repräsentativ für einen langen Zeitraum. </p>
<p>Wohl eines der kennzeichnendsten Merkmale der Kurzgeschichte aber ist ihr Schluss. Statt den Leser mit einem zufriedenstellenden Ende zu versorgen, bleibt am Ende offen, wie es mit dem Protagonisten eigentlich weitergeht. Dadurch soll der Leser gezwungen werden, sich weiter mit der Kurzgeschichte zu beschäftigen – und für sich selbst herauszufinden, was mit ihren Helden geschehen ist. </p>
<p>Foto: Daniel Gilbey &#8211; Fotolia.com</p>
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		<title>Die Novelle: Immer noch modern</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 08:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Journalist</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fällt der Begriff Novelle, denkt man natürlich zuerst an die berühmte Schachnovelle von Stefan Zweig. Häufig passiert es aber, dass die beiden literarischen Gattungen der Novelle und der Kurzgeschichte verwechselt werden. Was kennzeichnet also eine Novelle, wie unterscheidet sie sich von der Kurzgeschichte, und welche berühmten Vertreter dieser Gattung gibt es außer Stefan Zweig? Novelle: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ipa-congress.com/wp-content/uploads/2010/06/buch-300x218.jpg" alt="" title="Foto: onnickx - Fotolia.com" width="300" height="218" class="alignnone size-medium wp-image-86" /><strong>Fällt der Begriff Novelle, denkt man natürlich zuerst an die berühmte Schachnovelle von Stefan Zweig. Häufig passiert es aber, dass die beiden literarischen Gattungen der Novelle und der Kurzgeschichte verwechselt werden. Was kennzeichnet also eine Novelle, wie unterscheidet sie sich von der Kurzgeschichte, und welche berühmten Vertreter dieser Gattung gibt es außer Stefan Zweig?</strong><span id="more-37"></span></p>
<h2>Novelle: Erzählung in Prosaform</h2>
<p>Wie auch die Kurzgeschichte ist die Novelle eine kurze Erzählung in Prosaform. Laut Hugo Aust, einem bekannten deutschen Literaturwissenschaftler, hat die Novelle eine „mittlere“ Länge: Sie ist also kürzer als ein Roman, aber länger als eine Kurzgeschichte – und immer noch gut in einem Rutsch lesbar. Die Handlung kreist meist um einen einzigen Konflikt, beispielsweise zwischen Gut und Böse oder Ordnung und Chaos.</p>
<h2>Novelle: Im Zentrum steht ein einziges Ereignis</h2>
<p>Im Zentrum steht ein einziges Ereignis, daher ist Struktur der Novelle schlicht und geschlossen. 1827 brachte Goethe es auf den Punkt: Eine Novelle beschreibt „eine sich ereignete unerhörte Begebenheit“, die den Wendepunkt der Handlung darstellt. Deshalb wird auf die Ausarbeitung von Charakteren oder die psychologische Erklärung ihrer Handlungen in einer Novelle ursprünglich wenig Wert gelegt – stattdessen wirken schicksalhafte Mächte von außen auf das Geschehen ein. Ein wichtiger Faktor ist dabei häufig der Zufall. Weitere Kennzeichen sind eine knappe Einleitung, die den Leser nur schnell ins Geschehen einarbeitet, und der Wechsel zwischen gestraffter Erzählung mit hoher Dichte und einzelnen ausgearbeiteten Szenen.</p>
<h2>Novelle: Eine der modernsten literarischen Formen</h2>
<p>Interessanterweise bildet die Novelle eine der modernsten literarischen Formen, da sie keinen Vorläufer in der Antike hat. Als erster Autor einer Novelle wird der Italiener Giovanni Boccacio bezeichnet, dessen Werk „Decamerone“ wohl jedem ein Begriff sein dürfte. Auf die Entwicklung der Novelle hat wohl seit einigen Jahrhunderten kein Werk mehr Einfluss genommen als dieses. Entstanden ist die Sammlung von 100 Novellen vermutlich zwischen 1349 und 1353. Die Rahmenhandlung: Zur Zeit der Pestseuche flüchten sieben Mädchen und drei Junge Männer aus Florenz in ein Landhaus im Umkreis. Den Flüchtlingen wird natürlich schnell langweilig, und so versuchen sie sich die Zeit mit einem Spiel zu vertreiben: Jeden Tag legt einer der Anwesenden ein Thema fest, und zu diesem muss sich nun jeder eine Geschichte ausdenken. Nach zehn Tagen, also hundert zum Besten gegebenen Novellen, kehren die Geretteten nach Florenz zurück.</p>
<p>Fortan sollte die Novellensammlung Boccacios auf die Weltliteratur eine gewaltige Wirkung haben: Schon um 1381 setzt sich in England Geoffrey Chaucer ans Verfassen einer Sammlung von Novellen, in Frankreich folgt im 16. Jahrhundert Margarete von Navarra. Der Spanier Miguel de Cervantes setzt 1613 schließlich zum ersten Mal einen Schwerpunkt auf die Charaktere der Erzählung.</p>
<p>Eine Entwicklung fort vom ursprünglichen Konzept der Novelle, die in der deutschen Romantik ihren Lauf nehmen sollte: Ludwig Tieck, Clemens Brentano oder E.T.A. Hoffmann lassen vermehrt märchenhafte, ironische oder schaurige Züge in ihre Novellen einfließen. Der bürgerliche Realismus im 19. Jahrhundert schließlich benutzt die Novelle als Möglichkeit, Lebenswelt und Herausforderungen des Individuums zu schildern. Aber auch bis heute ist die Novelle noch nicht aus der Mode geraten: Davon zeugen so berühmte Erzählungen wie „Katz und Maus“ von Günter Grass und „Der fremde Freund“ von Christoph Hein.</p>
<p>Foto: onnickx &#8211; Fotolia.com</p>
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