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	<title>IPA Congress &#187; Werk</title>
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		<title>Der Autor: Genie oder Ausgebeuteter?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 08:05:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Journalist</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer ein Buch schreibt, ist ein Autor – so viel ist klar. Doch welche Rechte hat ein Autor, was verdient er, und woher stammt die Bezeichnung überhaupt? Die Bedeutung des Begriffs Autor Der Begriff „Autor“ selber entstammt aus dem Lateinischen: auctor bedeutet soviel wie Urheber, Schöpfer oder Förderer. Dabei wird die Bezeichnung meist im Kontext [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ipa-congress.com/wp-content/uploads/2010/08/schreibmaschine.jpg" alt="" title="Foto: James Steidl - Fotolia.com" width="348" height="345" class="alignnone size-full wp-image-80" /><strong>Wer ein Buch schreibt, ist ein Autor – so viel ist klar. Doch welche Rechte hat ein Autor, was verdient er, und woher stammt die Bezeichnung überhaupt?</strong><span id="more-27"></span></p>
<h2>Die Bedeutung des Begriffs Autor</h2>
<p>Der Begriff „Autor“ selber entstammt aus dem Lateinischen: auctor bedeutet soviel wie Urheber, Schöpfer oder Förderer. Dabei wird die Bezeichnung meist im Kontext mit Literatur verwendet, zum Beispiel für die Verfasser von Romanen und Fachbüchern, aber auch von Lehr- und Drehbüchern.</p>
<p>Im Lauf der Geschichte hat das Verständnis darüber, was ein Autor ist und soll, allerdings mehrere Wandlungen durchgemacht. Der Begriff wurde bereits im Mittelalter verwendet und zwar eng im Zusammenhang mit dem der „Autorität“ – es wurden also Verfasser damit gemeint, die für ihre Werke Anerkennung erhalten und sich einen gewissen Namen gemacht hatten. Spätestens mit dem Übergang von der Handschrift zum Buchdruck allerdings verdrängte das Werk des Autors seine Persönlichkeit immer stärker in den Hintergrund, denn Bücher wurden nun leicht reproduzierbar. Dabei standen aber immer noch theologische Werke im Zentrum der Aufmerksamkeit.</p>
<h2>Berühmte Autoren</h2>
<p>Dann jedoch kam die Zeit Sturm und Drang auf, eine Literaturströmung des achtzehnten Jahrhunderts, zu dessen berühmtesten Autoren neben Johann Gottfried Herder und Jakob M.R. Lenz auch Schiller und Goethe in ihren jungen Jahren zählten. Mit ihr entwickelte sich der Begriff des schöpferischen Genies, das unabhängig über sein Werk gebietet. Der Autor wurde in diesem Zusammenhang stark idealisiert.</p>
<h2>Das Urheberrecht liegt beim Autor</h2>
<p>Tatsächlich bestimmt die Idee des Genies bis heute die Rechtslage in Deutschland: Sowohl das Urheberrecht als auch das Verwertungsrecht liegen beim Autor. Man könnte zwar argumentieren, dass es auch im englischsprachigen Bereich das sogenannte Copyright gibt. Dieses unterscheidet sich aber schon im Ansatz ganz klar vom deutschen Urheberrecht, bei dem der Autor im Fokus steht: Er wird als Schöpfer eines Werkes anerkannt und erhält das Recht zum Schutze seines geistigen Eigentums – sowohl materiell als auch ideell. Das Copyright dagegen konzentriert sich auf den wirtschaftlichen Aspekt und möchte vor allen Dingen Investitionen schützen. Daher liegt das Copyright häufig beim Verlag und nicht beim Autor selbst, der nur eingeschränkte Veto-Rechte erhält.</p>
<h2>Veröffentlichung von Werken</h2>
<p>Wie aber kommt ein Autor zur Veröffentlichung, und was verdient er dabei? Zum Beispiel können Autoren ihre Werke in Eigenverlag oder bei sogenannten Book-on-Demand-Betrieben herausgeben, gehen dabei aber ein hohes Risiko ein Verluste zu machen oder nicht ernst genommen zu werden. Generell versuchen Autoren deshalb bei Verlagen veröffentlicht zu werden. Dabei kommt ihnen auch die Zusammenarbeit mit einem Lektor zugute. Allerdings hat es ein unbekannter oder Amateur-Autor schwer, sein Werk an einen Verlag zu verkaufen, indem er es ihm als Manuskript zuschickt – Verlage erhalten pro Woche oft hunderte solcher uneingeforderter Manuskripte, veröffentlichen davon aber im besten Fall ein bis zwei pro Jahr. Wenn ein Autor dagegen bereits mit einem Verlag zusammengearbeitet hat, wird es ihm sehr viel einfacher fallen, Folgewerke zu verkaufen.</p>
<p>Allerdings kann ein Autor in den seltensten Fällen von seinen Einkünften aus dem Schreiben seinen Lebensunterhalt bestreiten. Ihm stehen zwar zehn Prozent jedes verkauften Hardcover-Exemplars zu, aber für Taschenbücher gelten besondere Regelungen, und viele Verlage handeln mit ihren Autoren niedrigere Tantiemen aus. Ein erfolgreicher Autor kann allerdings mit einem Garantiehonorar rechnen, das im Voraus vereinbart und ihm dann bei Vertragsabschluss – oder wenn das Manuskript abgegeben ist – ausgezahlt wird.</p>
<p>Foto: James Steidl &#8211; Fotolia.com</p>
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		<title>Der Verlag: Eine unverzichtbare Instanz</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 07:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Journalist</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer ein Buch schreiben will, der braucht bloß ein Manuskript zu verfassen und es bei einer Druckerei binden zu lassen. Das fertige Produkt kann man sich allerdings anschließend höchstens ins Regal stellen und selber bewundern – um einen Roman oder ein Sachbuch einem breiten Publikum zugänglich zu machen, braucht es einen Verlag. Verlage verarbeiten Werke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ipa-congress.com/wp-content/uploads/2010/08/zeitschriften.jpg" alt="" title="Foto: morchella - Fotolia.com" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-82" /><strong>Wer ein Buch schreiben will, der braucht bloß ein Manuskript zu verfassen und es bei einer Druckerei binden zu lassen. Das fertige Produkt kann man sich allerdings anschließend höchstens ins Regal stellen und selber bewundern – um einen Roman oder ein Sachbuch einem breiten Publikum zugänglich zu machen, braucht es einen Verlag. </strong><span id="more-24"></span></p>
<h2>Verlage verarbeiten Werke</h2>
<p>Die Hauptaufgabe eines Verlages ist es nämlich, Werke zu verbreiten – ob diese nun der Literatur, der Kunst oder der Musik zuzurechnen sind. Dabei kommt das Verb „verlegen“ aus dem Mittelhochdeutschen – und bedeutet „Geld ausgeben“ oder „etwas auf seine Rechnung nehmen“. Tatsächlich investiert ein Verlag nicht wenig Geld in ein Werk, hat er sich einmal dazu entschlossen, es zu veröffentlichen: Ein Buchverlag beispielsweise bezahlt den gesamten Druck von seiner Vorbereitung bis zum Buchbinden. Dazu wird dem Verlag über einen Vertrag das Nutzungsrecht am Werk eines Autors vermacht.</p>
<h2>Verschiedene Aufgaben eines Verlags</h2>
<p>Auf dem Weg zur Veröffentlichung eines Buches macht der Verlag aber bei weitem nicht die ganze Arbeit alleine. Ist der Vertrag unterzeichnet und das Manuskript lektoriert, beauftragt der Verlag beispielsweise einen Grafiker, der den Buchumschlag entwirft. Dabei muss er sich immer mit Autor, Lektorat und vor allem Marketingabteilung des Verlags absprechen, denn nicht selten bestimmt ja schon der Umschlag, mit welcher Einstellung der Leser an das Buch herangeht. Der Auftrag zum Druck wird dann vom Verlag an einen externen Dienstleister vergeben. So gehen Aufträge an Setzereien, Druckereien und Buchbindereien.</p>
<p>Das Äußere eines Buches ist aber nur ein Aspekt der wohl wichtigsten Aufgabe des Verlags: Werbung und Marketing. Je besser das Marketing, desto besser die Verkaufszahlen, desto eher lohnt sich natürlich die Investition des Verlags in ein Werk. So können zum Beispiel Anzeigen in Fachmagazinen oder Werbeblättern geschaltet werden. Ein häufig verwendetes Gimmick ist auch eine bedruckte Tüte, auf der ein Kunde beim Kauf eines Buches auf ein neues Produkt des Verlags aufmerksam gemacht wird. Außerdem ist natürlich jeder namhafte Verlag mit einem Stand auf den großen Buchmessen des Landes vertreten, wo er seine neusten Herausgaben präsentiert oder Lesungen für seine Autoren organisiert.</p>
<h2>Große Verlage</h2>
<p>Der größte Verlag Deutschlands ist, gemessen am Umsatz im Jahr 2008, Springer Science + Business Media. Rechnet man die Neuerscheinungen und die Neuauflagen älterer Titel zusammen, hat der Verlag jährlich 6500 Buchtitel in der Neuproduktion. Dazu kommen ältere Titel, die nicht mehr aktuell erscheinen – noch einmal 40 000 Titel. Dabei hat sich der Verlag auf Lehrbücher (mit dem Schwerpunkt im medizinischen Bereich) und wissenschaftliche Bücher und Zeitschriften spezialisiert.</p>
<p>An zweiter Stelle steht die Klett-Gruppe. Die Ernst Klett Verlag GmbH ist einer der größten Schulbuchverlage des Landes. Abgesehen davon ist das gesellschaftliche Engagement dieses Verlags beeindruckend: Er unterhält nicht nur Informations-Treffpunkte für Eltern, Lehrer und Schüler, sondern auch Fernschulen und Fernhochschulen, an denen man insgesamt über 400 Kurse belegen kann. Außerdem setzt sich der Verlag gemeinsam mit dem Bundesverband Alphabetisierung e.V. für die Analphabeten ein, von denen es in Deutschland rund vier Millionen gibt. Darüber hinaus arbeitet der Ernst Klett Verlag auch gegen Rechtsextremismus und Gewalt. Dabei kooperiert er mit der Regionalen Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule Berlin.</p>
<p>Foto: morchella &#8211; Fotolia.com</p>
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